
Margaret Fuller
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Biografie
US-amerikanische Journalistin, Kritikerin und Aktivistin für Frauenrechte
- Geboren
- 23. Mai 1810 in Cambridge, Vereinigte Staaten
- Gestorben
- 19. Juli 1850 in Fire Island, Vereinigte Staaten
- Wirkungsfeld
- Journalistin, Übersetzerin, Reporterin, Essayistin

Lebensgeschichte
Sarah Margaret Fuller (* 23. Mai 1810 in Cambridge, Massachusetts; † 19. Juli 1850 vor Fire Island, New York) war eine amerikanische Schriftstellerin und Journalistin aus dem engsten Kreis der Transzendentalisten und eine der führenden Intellektuellen Neuenglands. Mit ihrem Hauptwerk Frauen im 19. Jahrhundert begründete sie ihren Ruf als frühe Feministin.
Jugend
Margaret Fuller war die älteste Tochter des Rechtsanwalts und Politikers Timothy Fuller, der dem US-Kongress von 1817 bis 1825 angehörte. Schon früh zeigte sich bei ihr eine außergewöhnliche Begabung, die der Vater förderte. Seinen Unterricht im Lesen und Schreiben begann er, bevor sie vier Jahre alt war. Mit sechs Jahren erteilte er ihr Unterricht in Latein. Ihre erste reguläre Schule ab 1819 war die Port School in Cambridge. Danach besuchte sie bis 1826 verschiedene Mädchenschulen in Boston und Groton (Massachusetts). Im Anschluss daran machte sich Fuller mit der Weltliteratur und den deutschen Klassikern vertraut und begann, gemeinsam mit James Freeman Clarke Deutsch zu lernen, was sie in späteren Jahren zur Übersetzung von Goethes Torquato Tasso und Eckermanns Gespräche mit Goethe befähigte. Des Weiteren übersetzte sie den Briefwechsel zwischen Bettina von Arnim und Karoline von Günderrode.
Zur Vorbereitung ihrer Laufbahn als Journalistin und Übersetzerin plante sie eine Europareise. Diesen Plan musste sie allerdings aufgeben, als der Vater 1835 starb. Margaret Fuller übernahm die Verantwortung für die jüngeren Geschwister. Den 13-jährigen Bruder Arthur Buckminster Fuller bereitete sie auf den College-Besuch und das Theologie-Studium vor. Später war er der Herausgeber der nachgelassenen Schriften seiner Schwester.
Beruf und Karriere
Fuller wurde Lehrerin an der Temple School von Amos Bronson Alcott, an der auch Elizabeth Palmer Peabody lehrte. Durch beide kam sie in Berührung mit der neuen Bewegung des Transzendentalismus. 1837 ging sie für ein Jahr nach Providence, Rhode Island, an die Greene Street School. Nach ihrer Rückkehr begann sie im Haus der Peabody mit ihren Diskussionsrunden für junge Damen. Ihre umfassende Bildung ermöglichte ein breites Themenspektrum: griechische Mythologie, Geschichte, Literatur und bildende Kunst. Mit diesen Lehrveranstaltungen trat sie der Benachteiligung von Frauen in Schule und Studium entgegen. Ihre Erfahrungen fanden Niederschlag in zahlreichen Aufsätzen, die sie als Verfechterin der Frauenrechte weithin bekanntmachten.
Nachdem Margaret Fuller Ralph Waldo Emerson bereits 1835 kennengelernt hatte, folgte sie 1840 seiner Einladung, die transzendentalistische Zeitschrift The Dial (Magazine for Literature, Philosophy and Religion) herauszugeben, was sie bis 1842 tat. Auf der anschließenden mehrmonatigen Reise zu den Großen Seen zusammen mit James Freeman Clarke gewann sie auch Eindrücke zum ungelösten Problem der benachteiligten indianischen Ureinwohner. Ergebnis der Reise war ihr Bericht Summer on the Lakes.
Ihr Nachfolger bei The Dial war George Ripley geworden, der Gründer der sozial-utopischen Siedlung Brook Farm. Fuller trat der Kommune zwar nicht bei, sympathisierte aber mit ihr und besuchte sie oft. Ihre Freunde hatten ihr dort ein eigenes Cottage errichtet. 1845 ging sie nach New York, wo sie Mitarbeiterin der New York Tribune wurde, die Horace Greely wenige Jahre zuvor gegründet hatte. Die Zeitung schickte sie 1846 als Auslandskorrespondentin nach Europa. Sie berichtete über die literarische Szene und interviewte prominente Schriftsteller, darunter George Sand und Thomas Carlyle.
In Europa
In Europa geriet sie in die vorrevolutionären Unruhen der damaligen Zeit. Bereits in England begegnete sie dem Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini, der dort im Exil lebte. Er gehörte zu den geistigen Führern des Risorgimento (Wiederherstellung, Auferstehung). Ziel war die Überwindung der Fremdherrschaft sowohl der Habsburger als auch der Bourbonen und die Einigung Italiens.
Durch ihn lernte sie später in Italien neben dem polnischen Revolutionär Adam Mickiewicz auch den Anhänger Mazzinis, Giovanni Angelo Marchese d'Ossoli (* 1821) kennen, den sie auch heiratete. Ihr gemeinsamer Sohn kam im September 1848 zur Welt.
Die Proklamation der Römischen Republik im Februar 1849 führte zum militärischen Eingreifen Frankreichs, das nach fünfmonatiger Belagerung Roms die Republik beseitigte und die päpstliche Herrschaft wieder herstellte. Während der Zeit der Kämpfe unterstützte Fuller die Sache der Republik durch ihre Arbeit im Krankenhaus Fate bene Fratelli. Nach der Niederlage verließ Margaret Fuller mit Mann und Sohn Italien. Das Schiff Elizabeth, das die drei 1850 nach Amerika bringen sollte, sank vor Fire Island und riss die Familie mit in den Tod. Ein Gedenkstein steht auf dem Mount Auburn-Friedhof in Cambridge.
Quellen
- Wikidata · Lizenz: CC0
- Wikipedia (de): Margaret Fuller · Lizenz: CC BY-SA 4.0
- Wikipedia (en): Margaret Fuller · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Lebenslauf
- 23. Mai 1810Geboren in Cambridge
- 1843Veröffentlichung: „Woman in the Nineteenth Century“
- 19. Juli 1850Gestorben in Fire Island
- 1995Auszeichnung: National Women’s Hall of Fame



