
Yayori Matsui
- Literatur & Presse
Biografie
Japanische Journalistin und Frauenrechtsaktivistin
- Geboren
- 12. April 1934 in Kyōto, Japan
- Gestorben
- 27. Dezember 2002 in Tokio, Japan
- Wirkungsfeld
- Journalistin, Feministin

Lebensgeschichte
Yayori Matsui (japanisch 松井やより Matsui Yayori, wirklicher Name: geborene Hirayama Yayori (平山 耶依); geboren 12. April 1934 in der Präfektur Kyōto; gestorben 27. Dezember 2002 in der Präfektur Tokio) war eine japanische Journalistin und Frauenrechtsaktivistin.
Überblick
Yayori wurde 1934 in Kyōto als Tochter von Shōji und Akiko Hirayama geboren. Beide Eltern waren evangelische Pfarrer. Sie zogen nach Tokio und gründeten dort die Yamanote Kirchengemeinde. Ihr Vater engagierte sich in der Anti-Atomwaffenbewegung (Japan Council against Atomic and Hydrogen Bombs), der Friedensbewegung und in der Kyōfukai, einer Organisation christlicher Frauen. Die zwei jüngeren Brüder Yayoris waren anders als sie Atheisten, Mitglieder der kommunistischen Partei und in der Antiamerikanismus Bewegung aktiv.
Yayori besuchte die Aoyama-Mittel- und Oberschule in Shibuya und besuchte von 1961 die Fremdsprachen-Universität Tokyo, die sie mit 26 Jahren im Fach Anglistik abschloss. Nach ihrem Studium begann sie als Lokalreporterin für die Asahi Shimbun zu arbeiten. Von 1981 bis 1983 leitete sie die Asien-Abteilung der Zeitung. Noch während ihrer Zeit bei der Asahi Shimbun gründete sie 1977 sie Ajia onnatachi no kai (アジア女たちの会, etwa: Zusammenkunft asiatischer Frauen). 1994 beendete sie ihre Arbeit bei der Zeitung und widmete sich der Gleichstellung der Geschlechter, dem Schicksal der Trostfrauen und der sexuellen Versklavung von Frauen in Kriegszeiten. 1995 gründete sie dazu das „Asia Japan Women's Resource Center“、(アジア女性資料センター, kurz: AJWRC), das die Arbeit der Zusammenkunft von 1977 fortsetzte und aus dem 1998 das „Violence Against Women in War Research Action Center“、(VAWW RAC) hervorging.
Ihre Arbeit gipfelte 2000 im Women's International War Crimes Tribunal on Japan's Military Sexual Slavery (女性国際戦犯法廷), einem nicht staatlich organisierten Gerichtsprozess, der den Opfern Gehör verschaffte und Kaiser Hirohito als Kriegsverbrecher schuldig sprach.
2002 nahm sie am Treffen des „International Women's Network Against Militarism“ (IWNAM) in Seoul teil. Im Oktober 2002 wurde bei Yayori Leberkrebs diagnostiziert, an dem sie zwei Monate später im Alter von 68 Jahren verstarb. Auf ihren Wunsch hin wurde 2005 das Women's Active Museum on war and peace eingerichtet, das ihre Arbeit fortsetzt. Das Museum vergab von seiner Gründung 2005 bis 2014 den Yayori-Preis (Yayori Award) für den Einsatz für Frauenrechte.
Quellen
- Wikidata · Lizenz: CC0
- Wikipedia (de): Yayori Matsui · Lizenz: CC BY-SA 4.0
- Wikipedia (en): Yayori Matsui · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Lebenslauf
- 12. April 1934Geboren in Kyōto
- 27. Dezember 2002Gestorben in Tokio



